Menschenrechte in der Computerindustrie

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Die Nachfrage nach Laptops, Smartphones, Flachbildschirmen steigt weltweit. Dazu braucht es Rohstoffe, die oft in Krisengebieten gewonnen werden. Dahinter verstecken sich Gewalt, Tod, Menschenrechtsverletzungen. Unsere Kampagne “High Tech – No Rights?” thematisiert seit 2007 die prekären Arbeitsbedingungen in der Elektronikindustrie. 

Bereits 2007 konnte die Kampagne «High Tech – No Rights?» einen ersten Erfolg verbuchen: Hewlett Packard erklärte sich bereit, Angestellte ihrer Zulieferbetriebe in China von unabhängigen zivilgesellschaftlichen Organisationen über ihre Rechte informieren zu lassen. Ein im September 2009 veröffentlichter Bericht zeigt, dass Unternehmen auch in China ihre soziale Verantwortung wahrnehmen können, wenngleich die Möglichkeiten der Arbeitnehmervertretung eingeschränkt sind.

Die Produktionsbedingungen in der Computerindustrie wurden auch ein Thema im Bereich der öffentlichen Beschaffung von Gemeinden und Kantonen. 

Im November 2017 haben wir ein IT-Firmenrating veröffentlicht. Untersucht wurde das Verhalten der zehn Firmen mit dem grössten Schweizer Marktanteil an mobilen Geräten und Computern – Acer, Apple, Asus, Dell, HP, HTC, Huawei, Lenovo, Samsung, Sony – bezüglich Arbeitsrechten, Konfliktmineralien und Umwelt.

Unsere Forderungen  

Das Ziel der Fastenaktion und HEKS ist eine Lieferkette ohne Menschenrechtsverletzungen in der IT-Industrie. Wir wollen Transparenz in der Lieferkette, konfliktfreie Minen, faire Arbeitsbedingungen. Wir fordern faire Computer und faire Handys. Ein weiteres Ziel ist die Minimierung oder idealerweise die Abschaffung sozialer Missstände in den Zuliefererfirmen. Die Computerindustrie muss darauf aufmerksam gemacht werden, dass in den verschiedenen Fabriken die Angestellten unterdrückt und in ihren Rechten eingeschränkt werden. 

Das Neuste zum Thema

Arbeitsbedingungen treiben Angestellte in den Selbstmord

07.12.2018

Studie belegt: Die Arbeitsbedingungen in chinesischen Elektronikfirmen erhöhen das Suizid-Risiko der Angestellten.

Nein zur KVI – der Einsatz für Menschenrechte geht weiter

29.11.2020

Fastenaktion und HEKS sind enttäuscht über das Nein zur Konzernverantwortungs-initiative (KVI). Aber das Volks-Ja macht Mut!

Alibi-Gegenvorschlag ohne Wirkung verabschiedet

19.12.2019

Die Mehrheit des Ständerats stellt sich mit der Verabschiedung eines kurzfristigen Gegenvorschlags schützend vor skrupellose Konzerne.

Setzen Sie sich mit uns für die Menschenrechte ein

Unsere Kampagnen, in denen wir uns eingesetzt haben für

Die prekären Arbeitsbedingungen in der Elektronikindustrie

IT-Rating

Wie fair und nachhaltig werden unsere Smartphones und Laptops produziert?

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Nein zu Benzol in der Computerindustrie

Smartphones werden oft mit dem hochgiftigen Benzol produziert - und oft ohne Schutzausrüstung.

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Wir glauben. Arbeit muss menschenwürdig sein.

Arbeitsrechte wie Verbote von Zwangs- und Kinderarbeit gelten in Entwicklungsländern oft nicht.

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Konsum - Ein Leben im Überfluss

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Key Visual Ökumenische Kampagne 2011

Der Konsum in reicheren Ländern beeinflusst die Lebensbedingungen in ärmeren Ländern. Als Konsumentinnen und Konsumenten haben wir auf diese Situation auf verschiedenen Ebenen Einfluss.

«Afrikas Rohstoffe stillen unseren Konsumhunger, nicht aber den Hunger in Afrika», lautete einst der Slogan einer unsere Kampagnen. Auch heute noch haben die Menschen vor Ort vom Rohstoffabbau, für unsere elektronischen Geräte etwa, nicht viel – ausser schlechte Arbeitsbedingungen, Gesundheitsschäden, Umweltverschmutzung und soziale Probleme. 

Auch in anderen Bereichen bezahlen den wahren Preis für den Konsum in den reichen Ländern oft andere: Die Arbeitenden, die teilweise unter unmenschlichen und gesundheitsschädigenden Bedingungen an sieben Tagen pro Woche ihre Arbeit verrichten. Die Kleinbäuerinnen und Kleinbauern, die ihr Land verlieren wegen riesigen Monokulturen von Nahrungsmitteln, die für den Export bestimmt sind. Die riesigen Wälder, die abgeholzt werden. Das Klima, das durch die industrielle Landwirtschaft weiter angeheizt wird.

Die Globalisierung hat es zudem mit sich gebracht, dass Waren auf verschlungensten Wegen von zahlreichen Produzenten aus aller Welt produziert werden. Oft mit dem Ziel, so billig und so schnell wie möglich zu fabrizieren. 

Als Konsumentinnen und Konsumenten haben wir auf diese Situation auf verschiedenen Ebenen Einfluss. Denn unser Konsum als Einzelperson, als Gemeinde oder als Staat entscheidet mit, ob nur der Preis zählt oder ob soziale und ökologische Kriterien bei der Herstellung von Gütern ebenfalls eine Rolle spielen.

Setzen Sie sich mit uns für die Menschenrechte ein

Unsere Kampagnen, die sich einsetzen

Für einen nachhaltigen Konsum

Klimagerechtigkeit – jetzt!

Auch im 2022 fordern wir «Klimagerechtigkeit – jetzt!». Der Wandel hin zu erneuerbaren Energien ist dringend nötig, um die Klimaerhitzung einzudämmen. Dabei darf er nicht auf Kosten der Ärmsten geschehen.

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Klimagerechtigkeit – jetzt!

HEKS, Fastenaktion und Partner sein forderten 2021, dass die Hauptverursacher/innen der Klimakrise mehr Verantwortung übernehmen – darunter die Schweizerische Nationalbank (SNB).

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Der grosse Wandel

Es gibt zahllose und unterschiedliche Möglichkeiten, sich für eine Welt einzusetzen, in der alle genug zum Leben haben - im Grossen wie im Kleinen. Seien Sie Teil davon.

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Palmöl führt zu Landraub

Schweizer Detailhändler und Hersteller sind aufgefordert, weniger Palmöl zu verwenden. Denn rund um Palmöl-Plantagen werden Rechte der Menschen verletzt.

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Weniger für uns. Genug für alle.

Was unser Fleischkonsum mit Klimawandel und Hunger in Entwicklungsländern zu tun hat.

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Die Saat von heute ist das Brot von morgen

Wir werden ernährt, wir nähren und sorgen. Aber wie gerecht geht es dabei zu?

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Des einen Schatz, des anderen Leid

Der Rohstoffabbau für unsere Elektronik vergrössert oft die Armut der Menschen vor Ort.

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Stoppt den unfairen Handel!

Unfaire Handelsregeln, Spekulationen und Eingriffe in die Agrarpolitiken entziehen Millionen die Lebensgrundlage.

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Gerechtigkeit der Geschlechter

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Frauen wie Männer müssen die Möglichkeit haben, sich für ihre Rechte einzusetzen – individuell und kollektiv, auf der sozio-ökonomischen sowie der politischen Ebene.

Wenn Frauen weltweit das Land bearbeiten, aber Männer es besitzen, und wenn Frauen keinen Zugang haben zum politischen, kulturellen, sozialen und wirtschaftlichen Leben, dann sind dies Beispiele dafür, dass Frauen und Männer auch im 21. Jahrhundert noch nicht gleichgestellt sind.

Ungleiche Beziehungs- und Machtverhältnisse zwischen Geschlechtern treten in allen Lebensbereichen auf und hindern eine nachhaltige und gerechte Entwicklung. Gleichberechtigung ist wesentlich, um Menschenrechte und Würde geltend machen zu können.

Es ist uns ein Anliegen, Geschlechter-Ungerechtigkeiten zu überwinden und Machtbeziehungen zwischen den Geschlechtern nachhaltig zu verändern. Dabei respektieren wir die Menschen in ihrer Diversität hinsichtlich des Geschlechts, der sexuellen Orientierung, der Herkunft, des Glaubens und des Alters. Menschen sollen frei von Diskriminierung leben.

Unterstützen Sie unsere Arbeit, dann unterstützen Sie auch das Engagement für Geschlechtergerechtigkeit

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Eine Kampagne, in der wir uns explizit dieser Tatsache gewidmet haben

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Gemeinsam für starke Frauen

Frauen haben weltweit eine tragende Rolle in der Wirtschaft - sind aber auf allen Entscheidungsebenen untervertreten.

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